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Nachhaltige Immobilien: Digitalisierung als Chance

Eingestellt von Redaktion am 12. April 2017 08:55:00 MESZ

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Digitales & Technologie von Redaktion

Überall sind intelligente Technologien auf dem Vormarsch, auch in der Immobilienbranche. Kombiniert mit dem Trendthema, der „Nachhaltigkeit“, ergeben sich enorme Potenziale für die Effizienzsteigerung in Planung, Bau und Bewirtschaftung von Gebäuden. Lesen Sie, wie digitale Datenverarbeitung und das Internet der Dinge aus Gebäuden Smart Buildings und nachhaltige Immobilien machen.

Wie niemals zuvor lassen sich dank der Digitalisierung Spitzentechnologien einsetzen, um die täglichen Arbeitsprozesse aller Branchen effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Nachhaltigkeit ist ein Trend,  der in unserer Gesellschaft, ebenso wie die Digitalisierung, angesichts knapper werdender Ressourcen immer wichtiger wird.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung: Wie hängt das zusammen?

Auch in der Immobilienwirtschaft ermöglicht der digitale Wandel intelligentere und damit nachhaltigere Prozesse auf vielen Ebenen, wie beispielsweise der Energieversorgung – und garantiert somit ressourcenschonendes Handeln. Nachhaltig handelt derjenige, der seine Bedürfnisse deckt, ohne dadurch die Möglichkeiten der künftigen Generation einzuschränken.

Auch wenn man die Perspektive historisch weitet, ist die Digitalisierung nachhaltiger als andere wirtschaftliche Entwicklungen ähnlicher Dimension vor ihr, wie etwa die Industrialisierung: Die Digitalisierung schafft Wachstum, ohne übermäßig mehr Ressourcen zu verbrauchen. Aber auch abseits des Aspektes der Nachhaltigkeit bringt die Digitalisierung viele Verbesserungen mit sich: Die Unternehmensberatung CapGemini hat zusammen mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) ausgerechnet, dass Unternehmen, die sich bereits digital etabliert haben, einen um neun Prozent höheren Umsatz erzielen und einen 26 Prozent höheren Gewinn ausweisen. Digitalisierte Unternehmen sind laut dieser Studie in etwa zwölf Prozent wertvoller.

Typische Bereiche nachhaltiger Digitalisierung in der Immobilienbranche

Virtuelle Modelle

Zu den faszinierendsten neuen Digital-Technologien im Immobiliensektor gehört das sogenannte „Building Information Modeling“ (BIM). Damit werden Bauwerke über ihren gesamten Lebenszyklus mit allen relevanten Informationen in einem digitalen 3D-Modell abgebildet. BIM bringt deutliche Verbesserungen im Bereich der Projektentwicklung und -planung mit sich. Es ermöglicht, bei der Gestaltung von Gebäuden von Anfang an mit alternativen Lösungen zu experimentieren. Dabei können die Einflüsse von Projektänderungen auf Kosten, Material- oder Energiebedarf unmittelbar sichtbar gemacht werden. So wird es möglich, den Ressourcenverbrauch einer Immobilie ökonomisch und ökologisch zu optimieren – von der Planung über den Bau und die gesamte Nutzungsdauer bis hin zum Abriss.

Digitale Verbrauchsdatenerfassung und Smart Meter

Um Immobilienbestände nach heutigen Maßstäben nachhaltig zu bewirtschaften, wird die digitale Verbrauchsdatenerfassung zwingend notwendig. Diese funktioniert über Smart Meter. Die digitalen Stromzähler messen den Stromverbrauch und übermitteln ihn detailliert aufgeschlüsselt an Netzbetreiber und Stromerzeuger.

Per Smartphone-App hat der Wohnungsnutzer die Möglichkeit, den Stromverbrauch in Echtzeit zu sehen und Stromfresser zu identifizieren. Auf der anderen Seite können Netzbetreiber und Energielieferanten ihre Stromproduktion an den jeweiligen Bedarf anpassen und flexible Tarife anbieten. Im Idealfall produzieren Anbieter nur so viel Strom, wie tatsächlich verbraucht wird. Seit September 2016 ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) in Kraft, das den Einbau von Smart Metern in Deutschland über die nächsten Jahre gesetzlich regelt.

Smart Buildings

Doch die Möglichkeiten, die das Internet der Dinge für nachhaltige Gebäude bereithält, gehen weit über das Smart Meter hinaus: Das vernetzte Gebäude oder Smart Building erhöht seine Energieeffizienz autark. Intelligente Thermostate beispielsweise passen sich dem Nutzungsverhalten ihrer Bewohner an. Sie regeln etwa die Temperatur herunter, wenn der letzte Bewohner das Haus verlassen hat und heben sie erst kurz vor der Rückkehr des ersten wieder an. Das ganze System beruht auf dem Tracking von GPS-Signalen der Bewohner. Ähnliches leisten intelligente Heizkörperventile. Dabei gibt es Modelle, die nicht nur durch Heizkostenkontrolle sparen, sondern sich auch dank eines kleinen thermoelektrischen Generators durch die Wärme der Heizung selbst mit Strom versorgen. Für den Sektor Smart Building erwarten die Berater von Deloitte einen wahren Boom.

Wie Digitalisierung Immobilien nachhaltig macht

Digitale Technologien versprechen große Fortschritte für die Energieeffizienz und die intelligente Nutzung von Gebäuden. Der Gewinn im Sinne der Nachhaltigkeit drückt sich auf zwei Ebenen aus:

Ökologische Nachhaltigkeit

Sogenannte Green Buildings sind ökologisch nachhaltig. Sie weisen eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material auf und stoßen so weniger Schadstoffe aus. Außerdem minimieren sie die Lebenszykluskosten in Bezug auf den Gesamtenergiebedarf.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Lebenszykluskosten stellen die größten finanziellen Aufwendungen bei Immobilien dar. Einsparpotenziale werden deshalb vor allem in der Bewirtschaftungsphase realisiert. Im Sinne der ökonomischen Nachhaltigkeit reduzieren digitale Technologien zu großen Teilen außerdem die Umbau- und Erhaltungsinvestitionen im Vergleich zum Neubau.

Digital ist besser

Wo Ressourcen immer knapper und teurer werden, kommt es darauf an, Prozesse zu gestalten, die um ein Vielfaches intelligenter ablaufen als bislang. Die Chance dazu bietet, ebenso wie in der Industrie 4.0, das Internet der Dinge. Es macht aus Gebäuden Smart Buildings – ein hervorragendes Mittel, um die äußerst energieintensive Immobilienbranche nachhaltiger zu gestalten.

Wie Sie durch nachhaltiges Bauen oder Sanieren am Markt höhere Preise erzielen und neue Zielgruppen erschließen, lesen Sie in unserem Blogbeitrag „Langfristig Mehrwert schaffen: Das Potenzial nachhaltiger Immobilien“.

Topics: Digitales & Technologie


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