Spacewell Germany Blog


Schnittstellen als Erfolgsfaktor für Softwarehersteller und Unternehmen der Immobilienwirtschaft

Eingestellt von Jens Hoffstiepel am 22. Januar 2020 10:45:00 MEZ

smart-3720021_1280

Trends von Jens Hoffstiepel

Die Umsetzung und Anpassung von Arbeitsweisen, hin zu digitalen Arbeitsprozessen und Dienstleistungen, wird in der Immobilienwirtschaft immer mehr sichtbar – mitunter ein Grund, warum auch die Softwarelandschaft für die Immobilienwirtschaft immer weitläufiger wird. Neben den etablierten Softwareherstellern für die Branche drängen viele neue Webdienste und Anbieter moderner Speziallösungen (Proptechs) auf den Markt. Alleinstehend nützen Speziallösungen jedoch häufig nicht viel, sie sollten in eine bestehende umfassende Unternehmenssoftware integriert werden. Doch wie werden die Brücken zwischen den verschiedenen Systemen geschlagen? Wie können Unternehmen alles verknüpfen, sodass sie ihre Prozesse bestenfalls auf einer “Plattform” abbilden? Das Etablieren von Schnittstellen und ein gelungener Datenaustausch spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Mehr Anforderungen schaffen neue Herausforderungen 

Gestiegene Anforderungen von Kunden, in der Immobilienwirtschaft besonders Mietern, veranlassen die Unternehmen der Branche dazu, die Bearbeitung ihrer alltäglichen Aufgaben und Prozesse immer mehr mithilfe digitaler Lösungen abzubilden. Neben einer umfassenden Software für das Immobilienmanagement erhalten dafür zusätzliche Softwareprodukte und Erweiterungsmodule für spezielle Aufgaben den Einzug in die Immobilienunternehmen – denn ein Immobilienportfolio effizient zu managen, indem man allein pünktlich die Betriebskostenabrechnung versendet, ist heute nicht die einzige Aufgabe. Die digitale Kommunikation mit Mietern, ein digitales Dokumentenmanagement und die zunehmende Integration smarter Lösungen für das Management von Immobilien stellen die Unternehmen der Immobilienwirtschaft vor neue Herausforderungen. 

Mehr digitale Lösungen - höhere Komplexität der Prozesse 

In der Zukunft genügt die Nutzung einer einzigen Software demnach wohl nicht mehr, um die nötigen Arbeitsprozesse sowie moderne Nutzer- und Mieterbedürfnisse abzudecken. Mit der voranschreitenden Digitalisierung und der damit zusammenhängenden, steigenden Anzahl eingesetzter Softwarelösungen erhöht sich die Komplexität des Digitalisierungsprozesses somit immer weiter. Die Möglichkeit einer unproblematischen Anbindung bzw. Integration von Erweiterungsmodulen und spezialisierten Softwarelösungen ist daher ein essenzieller Wettbewerbsfaktor – sowohl für die Hersteller etablierter Softwarelösungen als auch für die Unternehmen beim Einsatz dieser Softwarelösungen.  

Kombination einer “offenen” Softwarelösung als Herzstück mit angrenzenden Speziallösungen 

Eine Kombination aus einer Softwarelösung für das Immobilienmanagement als Herzstück der digitalen Infrastruktur, in die angrenzende Lösungen für verschiedene weitere Aufgaben über Schnittstellen integriert werden, ist die effektivste Lösung, erstens den aktuellen und zweitens auch den sich zukünftigen immer schneller entwickelnden Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Konnektivität der Softwaresysteme von Dienstleistern, mit denen die Unternehmen der Immobilienwirtschaft ihre Prozesse abbilden, muss bestmöglich mit einfachen Integrationsmöglichkeiten gewährleistet werden.

“Offenheit” wichtigster Faktor bei der Auswahl einer Softwarelösung für das Immobilienmanagement 

Die “Offenheit” für die Einbindung anderer Lösungen ist also bei der Auswahl einer geeigneten Softwarelösung für Immobilienunternehmen ein entscheidendes Merkmal, um die vielen spezialisierten Lösungen, wie Mieter- und Kundenportale, Dokumentenmanagement oder digitale Objektabnahme bzw. -übergabe einzubinden. Faktoren, wie Partnering, Kooperation und Schnittstellen rücken mit dieser Entwicklung immer mehr in den Fokus. Einige Softwarehersteller für die Immobilienwirtschaft haben das erkannt und setzen daher immer mehr auf Schnittstellen und die unproblematische Anbindung derartiger Speziallösungen zur Bewältigung der modernen Herausforderungen. Für die Nutzer von Softwarelösungen ist das hochrelevant. Denn nur so erhalten sie eine hohe Sicherheit, dass auch künftige Anwendungen in ihre bestehende Systemlandschaft passen bzw. Integriert werden können – nur mit dieser Möglichkeit kann die durch Software und Technologie versprochene Effizienzsteigerung für Immobilienunternehmen auch zukünftig umgesetzt werden.  

Schnittstellen mit unterschiedlichen Funktionen 

Dass die Anbindung spezialisierter Services und Dienste für spezielle Aufgabenbereiche der Immobilienwirtschaft in genutzte Softwarelösungen immer wichtiger wird rührt nicht zuletzt daher, dass diese Funktionalitäten zum einen sehr komplex und aufwendig zu programmieren sind und zum anderen nicht den Kern des Geschäftsmodells etablierter Anbieter von Softwarelösungen für das Immobilienmanagement darstellen. Aufgrund der mittlerweile hohen Frequentierung können viele Softwarentwickler die Vielzahl an Neuerungen und Weiterentwicklungen aufgrund des horrenden Programmieraufwandes nicht in ihren Softwarelösungen umsetzten. Die Integration der spezialisierten Programme über Schnittstellen ist daher ein unumgängliches Thema in den etablierten Softwarehäusern, um zukünftige Anforderungen an digitale Systeme umsetzen zu können.

Neben der Anbindung der schon angesprochenen Mieterportale für die Kommunikation oder digitaler Dokumentenmanagementsystemen kommt schon heute wieder der nächste Stein ins Rollen. Der Einsatz von Systemen für das Arbeitsplatz- oder Energiemanagement im Zuge der Weiterentwicklung von Smart Buildings wird zukünftig ein zentrales Thema sein - die effiziente Nutzung von Flächen und von Energie ist aufgrund der momentanen gesellschaftlichen Gegebenheiten im Sinne von Nachhaltigkeit unumgänglich - die Einbindung der geeigneten Systeme zur Steuerung daher auch nicht. 

Weniger Aufwand durch Datenaustausch zwischen Software-Lösungen 

Damit der Digitalisierungsprozess letztendlich gelingen kann, sind also umfassendere Softwaremodelle und verzahnte Systeme notwendig. Genauso relevant für die Immobilienwirtschaft ist neben der Schaffung von Schnittstellen dabei auch der Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen und deren Anbietern. Denn erst dadurch lassen sich manuelle Arbeit und menschliche Kommunikation in Prozessen mit vielen Beteiligten reduzieren und diese effizienter gestalten.  

Immobilienunternehmen sollten und müssen in Zukunft bei der Auswahl von Softwarelösungen verstärkt auf deren Kompatibilität achten. Hier werden offene Schnittstellen und zahlreiche Integrationsmöglichkeiten ein Garant für die Weiterentwicklung, die Flexibilität und Zukunftssicherheit von Prozessen. Die Qualität digitaler Lösungen hängt deshalb direkt mit dem Vorhandensein, der Qualität oder der möglichen Entwicklung von Schnittstellen zusammen. Bei der Auswahl von Softwarelösungen werden folgende Fragen daher entscheidend sein. Kann das System andere Softwarelösungen integrieren oder mit der schon genutzten Software interagieren? Wenn nicht, wie aufwendig ist es, eine Schnittstelle (beispielsweise API) oder Integration zu schaffen?

Topics: Trends


Spacewell Digitalisierungs ABC ThumbnailBegriffe der Digitalisierung auf den Punkt gebracht

Die Digitalisierung bringt eine Fülle neuer Technologiebegriffe mit sich, die für Immobilienverwalter und Immobilienunternehmen schon bald unerlässlich sein werden. Erfahren Sie in unserem E-Book „Verwalter-ABC der Digitalisierung“, was sich hinter KI, IoT, oder NFC, verbirgt.

Zum Digitalisierungs-ABC


Prozesse effektiv abbilden und Wettbewerbsvorteile sichern.

Spacewell Einfuehrung ERP-System Thumbnail

Laden Sie sich unser E-Book herunter und erfahren Sie, was Sie bei der Einführung beachten sollten.

E-Book herunterladen


Kein Thema verpassen - melden Sie sich für unsere Blog-Infomail an.


Letzte Beiträge


Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bekommen so die neusten Infos über Crem Solutions regelmäßig per E-Mail.

Anmeldung Newsletter